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„ Es gibt kaum ein eindrücklicheres Bild des freistehenden Hauses als das des Schwarzwaldhauses. Es verkörpert zuallererst Heimat und Autarkie, Handwerk und Solidität, es ist ein hybrides Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungen, mit einer ökologischen und kybernetischen Grundstruktur, über die im Einzelnen eine Menge geschrieben werden könnte. Das Schwarzwaldhaus steht im wahrsten Sinne frei, als Eindachhaus in der unbebauten Landschaft. Es passt sich seiner Umgebung an und bezieht seine räumliche Struktur sowie sein Baumaterial aus dem direkten räumlichen Umfeld “

- Günter Pfeifer 'freistehende Häuser'

Wohnen im Schwarzwald

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Analyse der Prinzipien traditioneller Schwarzwaldhäuser


In der Arbeit wurde die autochthone Architektur der traditionellen Schwarzwaldhäuser und das gegenseitige Verhältnis der kulturellen, klimatischen sowie baulichen Einflüsse zueinander untersucht. Ziel war die anschließende Adaption auf die heutigen Bedürfnisse zum Wohnen und Arbeiten. Aus den traditionell gefestigten Prinzipien der Schwarzwaldhäuser wurde ein System entwickelt, welches auf eine moderne und nachhaltige Reihe von Häusern anwendbar ist. Entstanden sind drei einfache und schnörkellose Häuser, die flexibel planbar sind, die verschiedenen Bereiche zum Leben unter einem Dach vereinen und vom Wissen der traditionellen Bauweise profitieren.

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Regionaltypische Hausformen


Innerhalb Deutschlands haben sich im ländlichen Raum je nach Region, unterschiedliche Formen der Holz- und Steinhäuser entwickelt. Die stark vereinfachte Zusammenfassung der vielfältigen Haustypen von T. Gebhard im Jahr 1982, erfolgt nach baulichen Kriterien wie Grundriss, Hofform, Material oder der Dachneigung. Aus dieser vielfältigen Mischung sticht das Schwarzwaldhaus in Süddeutschland hervor, da sich dort die gewandelten Formen organisch und kontinuierlich entwickelt haben. Immer wurde das Neue mit Ursprünglichem verbunden und dabei stets das Wesen der Häuser bewahrt.

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Das Schwarzwaldhaus


Fernab der Städte, haben sich im Mittel- und Südschwarzwald, seit dem 16 Jahrhundert die prägnanten Schwarzwaldhäuser als eigenständige Bauform bewährt. Mittlerweile ist das Haus eine Marke, aus der sich etwas machen lässt, denn offensichtlich bietet es ein gestalterisches, energetisches und auch emotionales Potenzial, das man nutzen sollte. Ursprünglich als Eindachhof für Mensch, Tier und Landwirtschaft entstanden, vereint das Haus die Grundlagen für ein nachhaltiges Bauen mit Holz. Das Dach dient als schützende Hülle vor Witterung, die Hanglage wird zur Arbeitserleichterung genutzt und die natürlichen Rohstoffe Holz und Stein werden vor Ort abgebaut. Auch die ausgeklügelte Raumorganisation sowie Zonierung, der Einsatz von dynamischer Dämmung, die Nutzung der Sonnenenergie, Erdwärme, Wasserkraft oder Prozesswärme wurden über Jahrhunderte entwickelt und angepasst. Die Schwarzwaldhäuser stehen sinnbildhaft für Schutz und Geborgenheit, integrieren sich perfekt in die Landschaft und passen sich optimal an die dortigen Klimabedingungen an.

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Regionaler Holzbau


Ein Haus kann man aus Holz bauen, man kann es mit Holz dämmen und auch mit Holz beheizen. Das dazu notwendige Material entnimmt man aus einem Wald, wo es bei einem nachhaltigen Anbau wieder nachwächst. Aber wie viel Holz steht überhaupt zur Verfügung und wie viel wird verbraucht? Wie und wo wird es verarbeitet und wie viel Holz braucht man für den Hausbau? Die gleichzeitige Untersuchung des Ortes, der Historie und des Baustoffes Holz bringt alle entwurfsrelevanten Themen ersichtlich miteinander in Verbindung.

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Waldwirtschaft


Die Holzbautradition in der Region reicht weit in die Historie zurück. Über Jahrhunderte wurden die Häuser aus Holz gebaut, denn Steinhäuser waren den reicheren Personen vorbehalten und Holz war das Baumaterial der breiten Bevölkerung. Daraus entwickelte sich eine breite Kultur von Holzbearbeitungs- und Holzverarbeitungsberufen. Über mehrere Jahrhunderte wurde das Holz aus dem Schwarzwald nicht nur für den dortigen Hausbau verwendet, sondern auch mit Flößen über den Rhein exportiert. Im 18. Jahrhundert boomte die Forstwirtschaft und führte zu großflächigen Kahlschlägen. Wiederaufforstungen mit Fichtenmonokulturen zeugen von der Zerstörung des ursprünglichen Mischwaldes. Statt der Mischung aus Laub- und Nadelbäumen wurden schnell wachsende Fichten gepflanzt. Nahezu waldlos übernahmen im 19. Jahrhundert der Ackerbau und vor allem die Viehhaltung die abgeholzten Flächen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde auch diese Einkommensquelle zunehmend von der Industrialisierung abgelöst und die Schwarzwaldhöfe verschwanden, oder wurden umgenutzt. Noch im 20. Jahrhundert führten Gesetze zum Schutz des Waldes zunehmend zur Wiederbewaldung und Aufforstung. In der heutigen Zeit hat der Tourismus die Holzgewinnung und die Landwirtschaft als Einkommensquelle ergänzt oder teilweise völlig abgelöst - die Landschaft dient vor allem der Erholung.

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Holzverwertung


Früher wie heute spielt der Baustoff Holz beim Bauen eine große Rolle und wird oft bei Themen mit Bezug zum nachhaltigen Bauen genannt. Das Fazit einer Studie von Prof. Klaus Richter, Leiter der Holzforschung an der Technischen Universität München ‚Wenn man Holz zunächst als Baumaterial, und erst zum Schluss als Brennholz nutzt, lassen sich günstige ökologische Effekte erzielen - Konstruktionsholz ist ein wichtiger, dauerhafter Kohlenstoff-Speicher. Daher sollte die Nutzung von Holz als Baustoff die primäre Verwertungsschiene sein‘. In einem großen Schwarzwaldhaus stecken beispielsweise um die 400 Bäume, bzw. ca. 700t Holz. Heute ist der Holzverbrauch durch den Einsatz moderner Techniken weit geringer, allerdings haben die in Holzrahmenbauweise errichteten Bauten, wenig mit den Prinzipien der früheren Häuser gemeinsam. Auch der Nutzen für die Umwelt entfällt, da das CO2 - speicherfähige Holz, häufig von Gipskartonplatten versteckt wird. Es gilt also die autochthone Bauweise der Schwarzwaldhäuser mit den heutigen Möglichkeiten im Hausbau zu verbinden.

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Holzbauweisen


Holzbau ist nicht gleich Holzbau, denn über die Jahrhunderte entwickelten sich verschiedenste Fertigungsweisen, die alle ihre speziellen Vorteile und Eigenarten aufweisen. Allerdings ist auch die Kombination untereinander, wegen der sich ähnelnden Elemente möglich. Die einzelnen Holzbauweisen gliedern sich im wesentlichen in drei Hauptkategorien - Holzskelettbau, Holzrahmenbau, und Massivholzbau. Während das Baumaterial wie Konstruktionsholz und Dämmstoffe nahezu gleich sind, beziehen sich die Unterschiede in erster Linie auf die konstruktive Art der Bauweise. Auch unterscheiden sie sich dadurch, wie viel und zu welchem Zweck das Holz eingesetzt wird.

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Prinzipien


Verschiedene Faktoren wie die Möglichkeiten des Bauens mit Holz, die Einflüsse der Bewohner, der Landschaft oder des Klimas beeinflussen die Eigenschaften, die das Wesen der Schwarzwaldhäuser ausmachen. All das ist eng miteinander verbunden und bedingt die Struktur, die Konstruktion sowie die Form.

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Entwicklung der Hausformen


Da die typischen Schwarzwaldhäuser nicht automatisch eine einheitliche Bauweise aufweisen, sondern aus Mischformen mit sich ähnelnden Elementen bestehen, sind diese in ihrer Gestalt auf verschiedenste Weise wiederzufinden. So kann auch von einer ‚Reihe von Häusern im Schwarzwald‘ gesprochen werden, die grob in sechs Hausformen einzuteilen sind. Zwar haben sich die Häuser über die Jahrhunderte konstruktiv und somit auch gestalterisch verändert, dennoch wird es in jeglichen Mischformen noch als solches erkannt. Die Variationen der Häuser und die dennoch starken Ähnlichkeiten untereinander sind wohl mit der Arbeitsweise und der Wanderschaft der Zimmerer, die diese Häuser geplant und gebaut haben, zu begründen. Diese waren keineswegs ortsansässige Handwerker, sondern haben dort gewohnt und gearbeitet wo sie gebaucht wurden. Damit wurde das Wissen stets angepasst und weitergetragen. So sind einige Prinzipien durch den menschlichen Willen zu begründen, andere schlicht durch die örtlichen Gegebenheiten wie die Topografie oder das Klima. Hier gilt es zu Unterscheiden, da letztere für das Wesen der Häuser die größere Rolle spielen.

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Innere Raumstruktur


Eingeteilt wird das Haus in den Wohnbereich und den Wirtschaftsbereich, der den Stall für das Vieh, den Dachraum für Gerätschaften und Heu sowie den Keller für Lebensmittel beinhaltet. Diese beiden Bereiche werden durch den Hausgang mit Treppe ins Obergeschoss verbunden. Durch die Zonierung der Räume, der Prozesswärme der Tiere oder der dynamischen Dämmung (Lagerung von Stroh im Dachraum) nutzt es die natürlichen Bedingungen wie Sonnenenergie, Körper- sowie Erdwärme und Wasserkraft.

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Proportionen & Struktur


Das Konstruktionsprinzip der Schwarzwaldhäuser, die sogenannte Firstsäulen - Bohlen Bauweise, ist eine axiale Holzstruktur aus linearen Elementen und verleiht diesem ein hohes Identifikationsmerkmal. Die Zusammensetzung dieser Elemente stellt das Gerüst des Hauses. Die Binder bestehend aus vertikalen Säulen sowie horizontalen Querriegeln. Diese werden unten auf einer durchlaufenden Schwelle eingezapft und in gleicher Richtung durch die Dachpfetten miteinander verbunden. Die durchlaufende Firstsäule, die der Bauweise ihren Namen gibt, verbindet das Hausgerüst unlösbar mit dem Dachgerüst.

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Erkenntnisse


Entstehen die einzelnen Bestandteile der Häuser, wie in der Vergangenheit aus dem Gebrauch und dem Landschaftsbild heraus, fügen sich die Häuser wie selbstverständlich in diese ein. So entstehen Häuser die vom Wissen der traditionellen Bauweise profitieren - mit der Absicht, dass diese an etwas historisch Gewachsenes anknüpfen und eine Analogie an schon Gesehenes erzielen.

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Prinzipien der Schwarzwaldhäuser


Die Grundstruktur der hintereinanderliegenden Binder geben den baulichen Rahmen der Häuser vor. Diese lassen sich flexibel aneinander reihen und formen Bereiche für verschiedene Zwecke unter einem Dach. Die einzelnen Binder werden in Querrichtung je nach Nutzung bzw. Größe der Räume unterteilt. Dabei gaben die First und Mittelpfetten den typischen dreiteiligen Grundriss der Schwarzwaldhäuser vor. Allerdings wurden später, mit dem loslösen des Haus- und Dachgerüstes auch flexiblere Grundrisse möglich. Das von außen ablesbare kon­struk­tive Ske­lett, gestattet jede Art von Aus­fa­chung bzw. Öffnung an der jeweils dafür vorgesehenen Stelle. So entsteht das typische Bild der versetzten Öffnungen und das Ablesen der Raumnutzung in der Fassade. Das konstruktive Prinzip lässt Änderungen in der Nutzung oder eine Erweiterung der Räume zu, denn nicht grundlos sind einige Höfe über 400 Jahre alt und werden heutzutage saniert und wiederbelebt.

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Nachahmen oder Weiterbauen


Die klassische Form des Schwarzwaldhauses bietet grundsätzlich ein großes ästhetisches und emotionales Potenzial, das man nutzen möchte. Da diese Häuser zu jeder Zeit modern und die Entwicklungen durch die Jahrhunderte nichts anderes als eine Kette von Anpassungen, beginnt hier das Problem für eine moderne Interpretation. Denn für welche Nutzung braucht es heutzutage beispielsweise noch befahrbare, unbelichtete Dachräume? Damals war es das Lager für Geräte und Heu - fällt diese Nutzung heute weg, gibt es auch keinen Grund dieses genauso nachzubauen. Dennoch gibt es für das Dach eine Daseinsberechtigung denn es schützte und schloss das Haus in alter Zimmermannskonstruktion nach oben ab. Zum ‚Weiterbauen der Schwarzwaldhäuser‘ müssen also alle Eigenarten differenziert betrachtet und die Zusammenhänge und Einflüsse untersucht werden. So wurde beim Entwurf nicht versucht, die klassische Form des Schwarzwaldhauses nachzuahmen sondern die Prinzipien der Häuser zu adaptieren und diese weiterzuentwickeln.

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Entwurf eines modularen
freistehenden Hauses


Entstehen die einzelnen Bestandteile der Häuser, wie in der Vergangenheit aus dem Gebrauch und dem Landschaftsbild heraus, fügen sich die Häuser wie selbstverständlich in diese ein. So entstehen Häuser die vom Wissen der traditionellen Bauweise profitieren - mit der Absicht, dass diese an etwas historisch Gewachsenes anknüpfen und eine Analogie an schon Gesehenes erzielen.


Konzept & Entwurf


Wie beim traditionellen Schwarzwaldhaus, wird der bauliche Rahmen auch beim Entwurf von der Grundstruktur der hintereinander liegenden Bindern vorgegeben. Diese lassen sich flexibel aneinander reihen und formen Bereiche für verschiedene Zwecke unter einem Dach. Die einzelnen Binder werden in Querrichtung je nach Nutzung bzw. Größe der Räume unterteilt und übernehmen den typischen dreiteiligen Grundriss der Schwarzwaldhäuser. Das von außen ablesbare kon­struk­tive Ske­lett, gestattet jede Art von Aus­fa­chung bzw. Öffnung an der jeweils dafür vorgesehenen Stelle. Wie auch beim traditionellen Schwarzwaldhaus, entsteht so das typische Bild der versetzten Öffnungen und das Ablesen der Raumnutzung in der Fassade. Das Konzept folgt dem Wunsch nach Individualisierung beim Wohnen und der Problematik des Bauens ohne Spielräume und des Bauens mit zuviel Spielräumen. Um die Häuser langfristig nutzen zu können sind dank dem modularen Aufbau, Veränderungen und der Wechsel in der Nutzung möglich. Dieses aus den traditionellen Prinzipien der Schwarzwaldhäuser entwickelte System kann somit individuell an die Nutzung und den Ort, z.B. als Haus für eine Familie oder als Ferienunterkünfte in der wundervollen Landschaft des Schwarzwaldes angepasst werden. Dabei nutzen die Häuser die Topografie und passen sich an die örtlichen Gegebenheiten an.




Material, Funktion
& Anwendung


Die Funktion der Aussenwand ändert sich je nach Gebrauch im Inneren und ist an den jeweiligen Hausbereich gekoppelt. Zur Reduzierung der Wärmeverluste wird ein entsprechend gedämmter Wandaufbau eingesetzt. Hier können Öffnungen je nach Bedarf in unterschiedlicher Größe und Lage geplant werden. Der Hausgang hat neben der eigentlichen Erschließung zusätzliche Funktionen. Er verbindet jeweils zwei Hausbereiche, bildet eine Pufferzone zwischen Außen und Innen und dient zur Wärmegewinnung. Hier ist die Aussenwand als Luftkollektor mit einem Transluzenten - Wärmedämmsystem geplant. Das System aus Profilglas U - Schalen und lichtstreuender Dämmeinlage ist vollflächig in die Fassade integriert, lässt Tageslicht ins Innere, erhöht den Energieertrag und verringert die Wärmeverluste gegenüber einer herkömmlichen Wärmeschutzverglasung. Aufgrund des guten U-Wertes, der nur von wenigen Wärmeschutzverglasungen erreicht wird, kann dieser Aufbau bei entsprechender Orientierung zur Deckung des Wärmebedarfs mittels Solarstrahlung beitragen. Zusätzlich wird das Tageslicht durch die Streuwirkung der TWD - Struktur im Innenraum verteilt, die Durchsicht ist allerdings eingeschränkt.









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